Unterlidkorrektur

Gründe

Eine Unterlidkorrektur wird bei sogenannten „Tränensäcken“, bei „eingefallen“ wirkenden Augen, bei starken Schwellungen am Unterlid infolge von Überbeanspruchung der Muskeln, familiärer Vorgeschichte oder durch Umwelteinflüsse durchgeführt.

Behandlungsmethoden

Eine Unterlidkorrektur ist ein schwierigerer Eingriff als eine Korrektur am Oberlid. Es darf nicht zu viel Haut entfernt werden. Daher wird sie mit Lupenbrille in lokaler Betäubung durchgeführt. Es werden Fettgewebe aus den Tränensäcken und gelegentlich auch ein Teil der Muskelfasern des „Orbitalmuskels“ entfernt, um länger anhaltenden Erfolg zu gewährleisten.
Der Schnitt erfolgt am unteren Wimpernrand, damit die feinen Narben möglichst „unsichtbar“ bleiben. Der Eingriff wird an beiden Augen gleichzeitig vorgenommen, um gleichmäßiges Aussehen zu gewährleisten. Der Schnitt wird manchmal an der Innenseite des Unterlids durchgeführt. In einigen Fällen kann es nötig werden, das Unterlid am Knochen der Augenhöhle zu fixieren. Dies lässt sich aber nur nach eingehender, individueller Beratung, Befundklärung und Untersuchung feststellen.

Ergebnisse

Durch eine Unterlidkorrektur verschwinden unschöne „Tränensäcke“ und ein „müder, erschöpfter“ Gesichtsausdruck. Die Augen wirken größer, das Gesicht erscheint dadurch frischer und jugendlicher. Dank moderner Operationsmethoden kann der Erfolg einer Unterlid-OP bis zu 10 und sogar mehr Jahre anhalten.
Zu beachten ist, dass eine Unterlidkorrektur keinen Einfluss auf dunkle Ränder unter den Augen, feine Fältchen, Krähenfüße oder hängende Augenbrauen hat. Daher ist es wichtig, schon vor der Operation mit Dr. Hussl abzuklären, was von dem Eingriff erwartet wird bzw. welche Ergebnisse erzielt werden könnten.

Dauer der Beeinträchtigung

Diese Eingriffe können unter lokaler Betäubung in der Tagesklinik oder in der Ordination vorgenommen werden. Die Fäden werden nach 5 Tagen entfernt. Etwa 10 Tage nach der Operation ist man wieder arbeitsfähig. Für ca. 8 Tage sollte man Sonnenbrille als Wind- und Lichtschutz tragen, Kontaktlinsen und Augen-Make-Up vermeiden und mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Das Auflegen von kalten Kompressen oder Eis zum Beruhigen der Schwellung empfiehlt sich postoperativ für einige Tage. Eine Woche lang sollte auf Sport, Rauchen und das Heben schwerer Lasten verzichtet werden. Ebenso muss das Auge mittels Augentropfen und/oder eine Salbe konsequent feucht gehalten werden.

Risiken

Nach der Operation kann es zu einem etwas verschwommenen Blick kommen. Möglicherweise bestehen Schwierigkeiten beim vollständigen Schließen der Augen. Beides ist jedoch nur vorübergehend. Die Heilung der schwierigeren Unterlid-OP dauert normalerweise etwas länger als nach einer Oberlid-OP. Es existiert außerdem – wenn zu viel Haut entfernt wird – die Gefahr, dass das Auge zu wenig befeuchtet wird bzw. dass sich das Unterlid nach außen wölbt.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen außerdem Risiken von Unverträglichkeit, Überempfindlichkeit, Narkoseschäden, Nervenverletzungen und Wundheilungsstörungen. Im gemeinsamen Beratungsgespräch werden alle Fragen diesbezüglich ausführlich besprochen und beantwortet.