Nasenkorrektur

Gründe

Angeborene Missbildungen (z. B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten), Unfälle oder ererbte Unregelmäßigkeiten bei Form, Größe oder Stellung der Nase, der Nasenscheidewand oder inneren Schwellkörper können sowohl eine medizinische als auch eine optische Beeinträchtigung darstellen, die eine Korrektur erforderlich machen. Bei sehr ausgeprägten Schädigungen, Fehlstellungen oder bei bereits operierten Nasen müssen möglicherweise mehrere Eingriffe erfolgen, um die gewünschten Erfolge zu erzielen.

Behandlungsmethoden

Je nach Umfang der Operation wird entweder unter lokaler Betäubung oder unter Vollnarkose gearbeitet. Meist erfolgt der Eingriff vom Naseninneren oder auch vom Mund aus. Die Schnitte werden so geführt, dass sie so wenig wie möglich sichtbar sind, und erfolgen am Nasensteg, am Nasenflügelansatz, an der Augenbraue, entlang des seitlichen Nasenabhangs oder auch am Nasenansatz. Knorpel- oder Knochenteile, die die Deformation verursachen werden entfernt oder begradigt.
Wenn es nötig ist, Material zu verpflanzen (z. B. Knorpel oder Knochen bei zu kleiner oder bei eingedellter Nase) oder Muskelhaut oder Fremdmaterial (bei zu dünner eigener Haut), erfolgt in Bezug auf diese Vorgänge eine intensive gesonderte Information.
Eine eingehende, individuelle Beratung, Befundklärung und Untersuchung wird – wie bei jedem Eingriff – stets vorangehen.

Ergebnisse

Medizinische Beschwerden, die durch Nasenfehlbildungen oder -stellungen verursacht waren, können durch entsprechende Eingriffe stark reduziert bzw. beseitigt werden. Waren z. B. Atembeschwerden eine Folge von Allergien oder vegetativen Fehlsteuerungen, wird auch eine Korrektur der Nase oder der Nasenscheidewand keine entsprechende Verbesserung bringen.
Ästhetische Korrekturen bringen ein harmonischeres Erscheinungsbild und damit einhergehend auch meist ein steigendes Selbstvertrauen und eine allfällige Besserung psychischer oder psychosomatischer Beschwerden, die mit der Deformation in Zusammenhang standen.

Dauer der Beeinträchtigung

Ein Verband (Schienung) aus Gips, Metall oder Kunststoff ist für ca. 10 Tage zu tragen. Bei Nasenscheidewandkorrekturen muss von innen her für einige Tage tamponiert werden, um ablaufendes Blut oder Sekret aufzufangen.
Nach Nasenkorrekturen sind z. T. erhebliche Schwellungen und Blutergüsse im Gesicht (speziell Wangen, Augen, Nase) eine normale Folgeerscheinung. Die Blutergüsse können gelegentlich auch einige Wochen lang sichtbar sein. Der endgültige Erfolg einer OP kann daher erst nach 6–8 Monaten beurteilt werden.

Risiken

Der Erfolg einer Nasen- oder Nasenscheidewandkorrektur hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt von den anatomischen und organischen Voraussetzungen der Patienten.
Bei sehr dünner Haut können Hautunebenheiten deutlicher sichtbar bleiben als bei normaler Haut. Bei dicker, großporiger Haut kann es Schwierigkeiten geben, dass sich die Haut der neuen Nasenform anpasst. Der Druck oder Zug von Narben, insbesondere bei wiederholten Eingriffen, kann dazu führen, dass sich die Nase erneut verkrümmt oder verformt.
Bei Veranlagung zu schlechter Wundheilung und zu verstärkter Narbenbildung können Nachoperationen (z. B. bei Verkürzung des Nasenstegs) notwendig werden. Dies ist ebenso der Fall, wenn (extrem selten!) Verletzungen angrenzender Nerven oder des Tränenkanals, überschießende Knochenneubildung (bei Knochenschnitten) oder eine Perforierung der Haut zwischen den Nasenhaupthöhlen (Pfeifgeräusch bei Nasenatmung) auftreten.
Ein Pelzigkeits- und Steifigkeitsgefühl an Nasenspitze oder Oberlippe kann bisweilen mehrere Monate lang anhalten und zu Einschränkungen der natürlichen Mimik führen.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen außerdem Risiken von Unverträglichkeit, Überempfindlichkeit, Narkoseschäden, Nervenverletzungen und Wundheilungsstörungen.
Im gemeinsamen Beratungsgespräch werden alle Fragen diesbezüglich ausführlich besprochen und beantwortet, die Risikofaktoren und individuellen Voraussetzungen für die Operation werden genauestens abgeklärt.