Brustvergrößerung

Gründe

In den seltensten Fällen ist es medizinisch notwendig, sich die Brust vergrößern zu lassen. Dennoch ist es eine der häufigsten Operationen der ästhetischen Chirurgie. Gründe, sich zu einer Brustvergrößerung zu entschließen, sind meist psychischer und emotionaler Natur. Die Frau fühlt sich einfach nicht wohl in ihrem Körper oder möchte weiblicher erscheinen. Oft erschlafft die Brust nach einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtsreduktion. In diesen Fällen kann eine operative Vergrößerung der Brüste eine Option sein und zu einem neuen, besseren Körpergefühl und Selbstvertrauen führen.

Behandlungsmethoden

Eine Brustvergrößerung wird unter Vollnarkose, in Ausnahmefällen auch unter örtlicher Betäubung, durchgeführt.
Aus der Vielfalt der Implantate wird nach Absprache das für Sie passende ausgewählt und durch einen Hautschnitt entlang der Unterseite der Brust, entlang des Warzenhofes oder in der Achselhöhle in die Brust eingelegt.
Hierfür wird vor oder hinter dem Brustmuskel eine Tasche gebildet. Nachdem das Implantat in die Brust eingebracht wurde, wird die Schnittwunde wieder verschlossen.

Ergebnisse

Durch eine Brustvergrößerung kann eine natürlich geformte, volle Brust erzielt werden, was wesentlich zur Erhöhung des Selbstvertrauens und somit der Lebensqualität beitragen kann.
Zu beachten ist, dass in einigen Fällen für ein optimales Ergebnis zusätzlich eine Bruststraffung und ein Versetzen der Brustwarzen nötig sein kann. Hierfür ist meist kein weiterer Eingriff notwendig.

Dauer der Beeinträchtigung

Eine Brustvergrößerung ist ein operativer Eingriff unter Vollnarkose.
Dennoch gilt es einen längeren Zeitraum nach dem Eingriff einiges zu beachten, um einen optimalen Heilungsprozess zu gewährleisten.
Nach jeder Operation können Schmerzen auftreten, wobei das Schmerzempfinden bei jedem Menschen anders ist. So sollte die Einnahme von Schmerzmitteln unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden. Es dürfen auf keinen Fall Medikamente in Eigenregie eingenommen werden!
In den ersten 8 Tagen darf die Operationsnaht keinesfalls mit Wasser in Berührung kommen. In den ersten 6–8 Wochen nach der Operation muss Tag und Nacht ein gut sitzender Büstenhalter getragen werden, den der Arzt einstellt und der nicht verändert werden darf. Sportliche Aktivitäten und körperliche Arbeit dürfen frühestens nach 8 Wochen wieder vorsichtig aufgenommen werden. Drei Monate lang darf die Brust keiner direkten Sonneinstrahlung (auch keinem Solarium!) ausgesetzt werden.
Auf den Genuss von Alkohol und Zigaretten sollte verzichtet werden.
Ein endgültiges Ergebnis ist frühestens nach 6 Monaten vorhanden.

Risiken

Um das Implantat bildet der Körper eine Kapsel aus dichtem Bindegewebe, um es abzugrenzen. Diese Kapsel kann sich schmerzhaft verhärten oder reißen. Ist dies der Fall, kann es sein, dass das Implantat ausgetauscht werden muss.
Das Implantat kann auch bei äußerer Gewalteinwirkung reißen. Besteht dieser Verdacht, kann dieser mittels Ultraschall oder einer Kernspintomografie überprüft werden.
Wenn das Implantat hinter dem Brustmuskel liegt, kann es zu einer Formveränderung bei Armbewegungen kommen. Liegt es unter der Haut, können sich – besonders bei sehr schlanken Frauen – Falten des Implantats außen abzeichnen.
Entgegen der allgemeinen Meinung tritt Brustkrebs bei Implantatträgerinnen nicht häufiger auf. Sollte sich ein Brusttumor bilden, kann durch das Tragen eines Implantates die Beurteilung einer Mammographie erschwert werden.